Der Morgen

Wenn die Dunkelheit sich ausbreitet

Und die fahle Sonne dem Untergang entgegenschreitet

Und Furcht und Angst mein Herz erfüllen

Und sich Freude und Freiheit in Finsternis hüllen

Und langsam in die Nacht entschwinden

Und die suchenden Augen nur noch Einsamkeit finden

 

Wenn die Eindrücke auf mich einstürmen

Und die Gefahren dieser Welt sich zu hohen Wolken türmen

Und der Wahn langsam nach meiner Seele greift

Und lähmende Pein mein Denken streift

Und kein Licht am Himmel zu sehen ist

Und mein Geist all das Schöne des Seins vergisst

 

Dann seien Wind und Erde meine Zeugen

Ich werde mich nicht beugen

Ich werde aufrecht stehen

Ich werde den nächsten Morgen sehen

Denn alles geht vorbei

Und ich, ich lebe und atme frei