Der Tod

Der Tod trägt Schwarz

Eine mitleidlose Gestalt

Grausam und kalt

Langsam wie zähfliessendes Harz

 

Langsam schreitet er auf mich zu

Mit gemächlichem Schritt

Und sicherem Tritt

Und ich, empfangend die ewige Ruh

 

Muss mein Knie beugen

Als ich ihm in die Augen blicke

Und in einem Meer des Nichts ersticke

Und ich muss bezeugen

 

Dass um ihn ein Geheimnis ist

Ein nächtlicher Bann

Dem auch ich nicht entgehen kann

Während mein Ich vergisst

 

Die Welt und das Sein

Und mich beginnt es zu frieren

Und ich lerne die Hoffnung zu verlieren

Mit meinen Ängsten allein

 

Manche greifen nach ihrem Rosenkranz

Manche schreien und zittern

Während die Stummen Erlösung wittern

Denn der Tod lädt zum Tanz

 

Ich verweile in Schweigen

Durchschneide des Lebens Band

Und greife nach der dargebotenen Hand

Stolzer Todesreigen

 

Denn ich erkenne nun des Lebens Sinn

Der sich mir stets verschleierte

Wenn ich den Glauben feierte

Dieses Ich-Bin

 

Endlich eine Antwort

Auf meine Fragen

Und die Zweifel, die mich plagen

Sind fort

 

Und ich lächle einem Freund entgegen

Der mich mit sich nimmt

Für die Dunkelheit bestimmt

Und ich empfange den letzten Segen